Familienservices dienen der besseren Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben

Besonders für Arbeitnehmer ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein wichtiges Thema, bei welchem sie auf die Unterstützung durch den Arbeitgeber angewiesen sind. Neben internen Angeboten wie die Gestaltung flexibler Arbeitszeitmodelle oder die Einrichtung eines Eltern-Kind-Büros können Unternehmen zusätzlich auch die professionelle Unterstützung von externen Dienstleistern in Anspruch nehmen. Diese externen Dienstleister bezeichnet man als Familienservices. Sie unterstützen u.a. bei den Themen Pflege, Kinderbetreuung und Sozialberatung und sind sich in Ihren Angeboten recht ähnlich. Nur die Beratungsleistung unterscheidet sich häufig. Viele bieten eine Beratungsleistung zu einer Vielfalt von Themen an. Anders dagegen sind Assistance-Ansätze, die eine komplette Übernahme organisatorischer Aufgaben beinhalten. Eine wirkliche Entlastung bei den Arbeitnehmern wird so viel besser erreicht. Mithilfe eines ganzheitlichen Assistance-Programmes werden alle Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt und weitere Ansprechpartner vermittelt. Entsprechend des PCDA-Zyklus wird so eine kontinuierliche Betreuung und Verbesserung der persönlichen Situation durch zeitliche, finanzielle, körperliche und emotionale Entlastung für Mitarbeiter gewährleistet. Informationen im praktischen Downloadpdf (5)

Fachthema Familienservice - unterstützung durch Arbeitgeber wichtig

Stellenwert eines Familienservice für Unternehmen

Katharina Lindenbaum, Referentin Personal bei der DG HYP:
„Für uns in der DG HYP ist ein Familienservice sehr, sehr wichtig. Wir legen sehr viel Wert auf eine familienbewusste Unternehmens- und Personalpolitik. Das zeigt sich auch daran, dass wir berufundfamilie® – Zertifiziert sind und wir neben Maßnahmen wie einer Flexibilisierung der Arbeitszeit oder des Arbeitsortes ein Familienservice, zur Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, als wichtige Säule sehen.“

Beratungsthemen im Familienservice

Der Familienservice berät Arbeitnehmer, wie sie eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familienaufgaben erreichen können. Dabei spielen verschiedene Themen eine Rolle. In den letzten Jahren ist das Thema Pflege von Angehörigen immer mehr in den Vordergrund gerückt. Dies hängt mit der steigenden Anzahl an pflegebedürftigen Personen zusammen. Mittlerweile ist jeder Zehnte Deutsche von einem Pflegefall in der Familie betroffen. Zusätzlich sind Arbeitnehmer auch häufig mit der Organisation von Kinderbetreuungsaufgaben konfrontiert. Laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft fehlen in Deutschland aktuell noch immer 273.000 Kitaplätze für Kinder unter drei Jahren. Weitere wichtige Themen fallen in den Bereich der Sozialberatung. Dazu zählen u.a. Stress, psychische Krisen und finanzielle Schwierigkeiten.

dtPR_515_3@2x

Professionelle Pflegeberatung im Familienservice

In einem akuten Pflegefall stehen Angehörige als Laien vor einem großen Koordinationsaufwand, denn durchschnittlich sind 8 bis 12 Helfer in eine Pflegesituation involviert. Zudem behandelt das Thema Pflege bis zu 6 Rechtsbereiche, die von Experten verständlich vermittelt werden müssen (Sozialverband VDK). Wenn der Wunsch besteht einem Angehörigen über einen begrenzten Zeitraum die volle Aufmerksamkeit zu schenken und die Verantwortung der Pflege zu übernehmen, haben Mitarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen durch das Pflegezeitgesetz das Recht auf eine vollständige oder teilweise Freistellung von der Arbeit. Zudem ergeben sich Fragen zu notwendigen Anträgen oder Vollmachten. Neben der Klärung von Rechtsgrundlagen kann eine Pflegeberatung durch den Familienservice eine zeitliche Entlastung durch die Suche geeigneter, regionaler Einrichtungen bieten. Die Pflegeberatung erfasst durch persönliche Gespräche den individuellen Bedarf und das Krankheitsbild Betroffener und kann so gezielt Entlastung bieten. Mithilfe eines Versorgungsplans werden Ist-Zustand und nötige Verbesserungen erfasst und durch aktive Unterstützung umgesetzt.

Fachthema Familienservice - aktuelle Pflegefall

Pflege im Familienservice – Wichtige Themen

Katharina Lindenbaum, Referentin Personal bei der DG HYP:
„Die beiden Top-Themen die an uns herangetragen sind, sind zum einen die kurzfristige Klärung der Pflegesituation also ein Pflegefall tritt unplanbar, unerwartet auf. Dann muss erstmal wieder Ordnung ins Chaos gebracht werden und evtl. kommt eine Arbeitsunterbrechung für ein paar Tagen oder Wochen hinzu. Zum anderen dann die langfristige Klärung der Pflegesituation. Auch mit den Bedürfnissen nach mehr Arbeitszeitflexibilität um dann wirklich auch die Pflege drum herum um den Berufsalltag organisieren zu können. Und da hilft natürlich auch der Pflegering mit der Beratung enorm weiter.“

Wie sich ein Familienservice auf das BIP auswirken kann

Laut DZA-Studie sind Angehörige im Alter zwischen 55-69 am häufigsten von Pflegeaufgaben betroffen. Eine Altersgruppe, in der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufgrund der gehäuften Pflegetätigkeit eine große Rolle spielt. Interessant ist in diesem Zusammenhang, der „Golden Age Index“, welcher misst, wie gut ein Land seine älteren Beschäftigten in den Arbeitsmarkt integriert. Wonach sich Deutschland im OECD-Vergleich auf Platz 15 der 34 Staaten befindet. Die Entwicklung war in den letzten Jahren sehr positiv. Im Jahr 2003 befand sich der GAI noch bei 39 % und konnte auf die jetzigen 70 % gesteigert werden. Die positive Entwicklung begründen man mit einer stabilen Konjunktur sowie die schnellere Wiedereingliederung durch die Verkürzung der Leistungsgewährung der Agentur für Arbeit von 32 auf 24 Monate.
Entgegen der Annahme vieler Betriebe, dass die Investition in ältere Arbeitnehmer sich nicht auszahlen würden, da diese dem Unternehmen nicht mehr lange als Arbeitskraft zur Verfügung stehen werden, lohnt sich der Einsatz für die Mitarbeiter nicht nur beim eigenen Betrieb. Laut der Golden Age Studie von pwc käme Deutschland auf ein 5 % höheres Bruttoinlandsprodukt, wenn es bei der Integration älterer Beschäftigter auf gleiche Werte wie Schweden (Platz 5 mit 81%) käme. Um die Beschäftigungsfähigkeit bis zum Eintritt in den Ruhestand aufrechtzuerhalten, können Betriebe personalpolitische Maßnahmen wie die Weiterbildung oder die Gesundheitsförderung durchführen. Wenn Beschäftigte mit einem Pflegefall konfrontiert sind und sie sogar die Pflege selbst übernehmen, ergibt sich eine hohe emotionale und körperliche Belastung, welche je nach individueller Beanspruchung durch die Pflegetätigkeit die Leistungsfähigkeit einschränkt oder zum Ausscheiden aus dem Betrieb führen kann. Eine Implementierung eines Eldercare-Firmenservices welcher auf mehreren Ebenen zur Entlastung im Pflegefall beiträgt, wirkt sich somit positiv auf den GAI sowie das BIP aus.

Familienservice

Weitere Informationen über:

Familienservice
Eldercare
Vereinbarkeit
Pflegende MA
Module
BGM


SIE SIND BEGEISTERT UND MÖCHTEN DEN DEUTSCHEN PFLEGERING FÜR IHR UNTERNEHMEN TESTEN?

Jetzt testen

STIMMEN VON MITARBEITERN

„Die Generalprobe für die MDK Prüfung ist einfach klasse. So hat meine Mutter verstanden, dass sie nicht den „zweiten Frühling“ vorspielen muss, sondern einfach ehrliche Antworten gegenüber der Auditorin geben sollte, um Ihren wirklichen Hilfsbedarf festzustellen. Als Ergänzung noch das Pflegetagebuch dazu und die Pflegestufe ist direkt anerkannt worden. Vielen Dank für diesen tollen Service. Den kann ich nur weiterempfehlen.“

Annemie R., Koblenz

FIRMENKUNDEN

close

Jetzt den Deutschen Pflegering für Ihr Unternehmen testen!

Mit Absenden der Anfrage akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen.

Oder rufen Sie an:
Beschäftigte: 040 228 539 720
Arbeitgeber: 040 228 539 722