Hinter dem Audit Beruf und Familie steht ein strategisches Managementinstrument der berufundfamilie Service GmbH, das Unternehmen und Institution helfen soll, die eigene Personalpolitik familienfreundlicher und lebensphasenorientierter zu gestalten. In einem systematischen Prozess werden der Status quo erfasst und darauf aufbauend passgenaue Maßnahmen erschlossen, die als Zielvereinbarungen schriftlich festgehalten werden. Wesentliche Themen der Personalpolitik zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben werden dabei betrachtet.
Der Ablauf des Audit Beruf und Familie erfolgt in vier Schritten:
Die Unternehmen erhalten für Ihre Teilnahme ein Zertifikat.
Im Rahmen des Audits Beruf und Familie werden acht Handlungsfelder betrachtet, anhand dieser Ziele und Maßnahmen einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik festgelegt werden. Im Folgenden sind die acht Handlungsfelder aufgeführt sowie Beispiele als Fragen formuliert (in Klammern), die eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik widerspiegeln.
Hat man im Rahmen des Audit-Verfahrens Maßnahmen eruiert, um sich familienfreundlicher zu positionieren, ist der nächste Schritt sich zu fragen, welche Maßnahmen intern, vom Unternehmen aus durchgeführt und welche extern eingekauft werden können. Gerade im Bereich Service für Familien empfiehlt es sich, Experten zu engagieren, die die Mitarbeiter beraten können. Erfahrungsgemäß ist die Hemmschwelle bei den Betroffenen häufig geringer, wenn eine externe Person die Beratung durchführt. Gerade bei dem sensiblen Thema Pflege ist ein anonymes Beratungsgespräch von Betroffenen ein wichtiges Anliegen. Zudem ist der Kostenaufwand in der Regel weitaus geringer, als wenn man selbst Personal dafür einstellt und regelmäßig weiterbildet.
Das Audit Beruf und Familie ist ein mehrstufiges Verfahren. Nach einer erfolgreichen Auditierung findet nach ca. drei Jahren eine sog. Reauditerung statt. Die Reauditierung ist wiederum untergliedert in Reauditierung – Optimierung und Reauditierung – Konsolidierung und am Ende nach ca. 10 Jahren steht das Dialogverfahren. Bei der Reauditierung geht es einerseits um die Überprüfung der Umsetzung der festgelegten Ziele und Maßnahmen und andererseits um die unternehmensspezifische Vertiefung familienfreundlicher und lebensphasenorientierter Personalpolitik. Im Dialogverfahren wird auf die eigenverantwortliche Steuerung familienfreundlicher und lebensphasenorientierter Personalpolitik des Unternehmens gesetzt.
Die Kosten für die Durchführung des Audit Beruf und Familie sind abhängig von der Unternehmensgröße bzw. Mitarbeiteranzahl. Insgesamt wird nach sechs Unternehmensgrößen unterschieden und die Preise danach ausgerichtet: Mitarbeiterzahl 5-50, 51-100, 101-500, 501-1.500, 1.501-3000 und ab 3.000. Die Kosten für die Erst-Auditierung unterscheiden sich zudem von den Kosten der Reauditierung. Insgesamt fallen vier verschiedene Arten von Kosten an: Kosten für die Auditierung, Kosten für die Reauditierung – Optimierung, Kosten für die Reauditierung – Konsolidierung sowie Kosten für das Dialogverfahren. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Website der Beruf und Familie Service GmbH.
Nicht nur Arbeitgeber stellen Anforderungen an zukünftige Stelleninhaber, auch Bewerber haben Ihre Wünsche bei der Unternehmensauswahl. Viele Bewerber legen mittlerweile Wert darauf, eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erreichen. Durch das Audit Beruf und Familie haben Bewerber die Möglichkeit Unternehmen zu finden, die sich im Bereich Vereinbarkeit von Beruf und Familie engagieren und bereit sind, dafür Geld auszugeben. Durch die festgelegten Kriterien, Maßnahmen und Zielvereinbarungen im Auditverfahren kann man davon ausgehen, dass diese Unternehmen es wirklich ernst meinen mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Auf der Seite der berufundfamilie Service GmbH kann man sehen, welche Unternehmen sich für Ihr Engagement im Bereich Vereinbarkeit von Beruf und Familie zertifiziert haben lassen. Wenn man sich für ein Unternehmen interessiert, kann man im Zertifikat des Unternehmens nachlesen, wie das Engagement genau aussieht, welche Maßnahmen bereits umgesetzt worden sind und welche sich in der Planung befinden.
Nach erfolgreicher Absolvierung des Auditverfahrens Beruf und Familie erhält jedes Unternehmen im Anschluss ein Zertifikat. In diesem Zertifikat wird zunächst das Unternehmen genau beschrieben, welche Ausrichtung es hat und wie viele Mitarbeiter dort beschäftigt sind. Im Anschluss wird die Zielvereinbarung dargestellt, die das Unternehmen im Rahmen des Auditverfahrens getroffen hat. Der dritte Punkt ist der Status quo der Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das heißt, es werden alle Maßnahmen darin dargestellt, die bereits vorhanden oder geplant sind. Beispiel für diese Maßnahmen sind Flexible Arbeitszeitmodelle, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Pflegelotsen zur Unterstützung im Pflegefall und Eltern-Kind Büros.
Nach erfolgreichem Durchlauf der Auditierung oder Re-Auditierung entscheidet ein unabhängiges Gremium über die Erteilung bzw. Bestätigung des Zertifikats. Dabei spielen die Einhaltung formaler als auch inhaltlicher Kriterien hinsichtlich einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik eine wesentliche Rolle. Als Basis dienen der Status quo sowie die Zielvereinbarungen. Zu den formalen Kriterien gehören die Verwendung der aktuellen Externen Richtlinie, die Einhaltung der Fristen sowie eine vollständige Dokumentation. Die inhaltlichen Kriterien haben insbesondere die Qualität der Zielvereinbarung im Fokus. Es werden insgesamt fünf inhaltliche Kriterien geprüft. Diese sind Systematisierung, Institutionalisierung, Durchdringung/gelebte Kultur, Führung, Controlling/Evaluation. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Website der Beruf und Familie Service GmbH.
Arbeitgeber können Ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit verschiedenen Maßnahmen unterstützen. Dabei empfiehlt es sich, zunächst den Bedarf mithilfe von anonymisierten Mitarbeiterbefragungen zu ermitteln, um dann passgenaue Unterstützungsangebote einzuführen. Das Ergebnis Ihrer Befragung spiegelt die Themen wieder, die für Ihre Beschäftigten relevant sind. Das kann sich natürlich auch immer wieder ändern. Daher ist es wichtig, immer mal wieder Befragungen durchzuführen, um ein aktuelles Bild zu erhalten. Neben der Ermittlung des Bedarfs ist es wichtig, dass die Unternehmenskultur entsprechend sensibel mit den Themen umgeht und Jeder sich trauen kann, Probleme offen anzusprechen. Führungskräfte nehmen hier eine entscheidende Rolle ein. Haben Sie sich für eine Auswahl an Maßnahmen zur Unterstützung entschieden, ist es wichtig diese auch entsprechend zu kommunizieren, so dass auch jeder Beschäftigte im Unternehmen diese Angebote nutzen kann. Schließlich darf auch eine Evaluation der Angebote nicht fehlen. Denn nur so kann man herausfinden, ob die Beschäftigten auch zufrieden mit den Angeboten sind. Die Checkliste Eldercare für Arbeitgeber und die Checkliste Kinderbetreuung für Arbeitgeber zeigen mögliche Handlungsfelder für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Unternehmen auf.
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Gabriele S., Berlin