Beruf und Pflege

Tipps zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Jeder 10te ist in Deutschland von einem Pflegefall in der Familie betroffen – Tendenz steigend

Durch den demographischen Wandel und die damit einhergehend steigende Lebenserwartung wird eine zunehmend höhere Anzahl an Pflegebedürftigen in den folgenden Jahren prognostiziert. Bereits heutzutage ist jeder 10 te von einem Pflegefall in der Familie betroffen. Die Belastungen für die Betroffenen sind enorm. Nicht nur auf emotionaler Ebene, auch ein hoher organisatorischer Aufwand ist damit verbunden. Arbeitgeber sollten daher möglichst frühzeitig Vorkehrungen treffen und die Relevanz des Themas Eldercare erkennen. Ein Eldercare-Service wäre dafür der richtige Ansatz. Ein Eldercare Service beinhaltet Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.
Darunter zu verstehen sind:

• Schulungen zum Thema Pflege
• flexible Arbeitszeitmodelle
• Möglichkeit, Homeoffice zu arbeiten
• Kooperationen zu Dienstleistern, die organisatorische Aufgaben abnehmen,
• sowie eine allgemeine Sensibilisierung der Firmenkultur.

Anzahl pflegebedürftiger Personen

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege wird bei Personalentscheidungen immer wichtiger

Themen wie demografischer Wandel und steigende Lebenserwartung führen dazu, dass mit dem Thema Beruf und Familie auch das Thema „pflegende Mitarbeiter“ stärker in den Fokus von Arbeitgebern gerät. Jeder zweite Personalentscheider hat sich bereits mit dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege beschäftigt, was zeigt, dass Unternehmen auf gesetzliche Vorgaben reagieren und betriebliche Unterstützung gegen Vereinbarkeitskonflikte geben. Eine Pflegebedürftigkeit kann nur kurzfristig, aber auch für den Rest des weiteren Lebens bestehen. Es ist für pflegende Mitarbeiter aus diesem Grund wichtig flexible Lösungen zu finden, die zur jeweiligen Lebens- und Pflegesituation passen. Denn mit jeder individuellen Pflegebedürftigkeit sind auch die Anforderungen an die Pflegeperson besonders. Die bereits am häufigsten genutzte Variante zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist die Flexibilisierung der Arbeitszeit. Um jedoch für pflegende Mitarbeiter Beruf und Pflegetätigkeit vereinbaren zu können und ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten, ist eine umfangreiche Unterstützung durch Eldercare-Konzepte und Beratungsstellen seitens des Arbeitgebers notwendig. Ein solches Unterstützungsangebot sollte immer die zeitliche, finanzielle, körperliche und emotionale Entlastung der pflegenden Mitarbeiter zum Ziel haben.

Die häufigsten Themen in der Pflegeberatung sind Versorgungsformen, Anbietersuche und MDK-Begutachtung

In der Pflege-Beratung werden alle Anfragen rund um das Thema Pflege behandelt. Um Ihnen einen Überblick zu geben, welche Themen besonders häufig angefragt werden, haben wir diese in sechs Schwerpunkte zusammengefasst. Die Abbildung zeigt die Verteilung der Anfrageschwerpunkte bei uns im Jahr 2017. Besonders häufig in der Pflege-Beratung kamen Anfragen zu Versorgungsformen, Anbietersuche und MDK Begutachtung. Viele Beschäftigte benötigten eine Pflege-Beratung, um sich über geeignete Versorgungsformen (Pflegeheim, Betreutes Wohnen, Tagespflege, Ambulante Pflege,etc.) zu informieren. Zusätzlich suchten Sie auch nach Unterstützung bei der Anbietersuche (z.B. Kontaktaufnahme zu Pflegeheimen, um herauszufinden, ob diese einen Platz frei haben oder Suche nach einem Kurzzeitpflegeplatz). Fragen zur MDK-Begutachtung sowie zur Vorbereitung auf den MDK-Besuch kommen ebenfalls mit 20% recht häufig in der Pflege-Beratung vor. Daneben gibt es Anfragen zur Finanzierung der Pflege, zur Pflegezeit sowie zu weiteren Themen wie beispielsweise Kuren zur Entlastung von pflegenden Angehörigen.

Entscheidend für einen Familienservice bei der DG HYP sind eine bundesweite Abdeckung, Experten und Wissenschaftliche Expertise

Katharina Lindenbaum, Referentin Personal bei der DG HYP:
„Bei der Auswahl eines Familienservices war für uns ein ausschlaggebendes Kriterium, dass wir einen Anbieter brauchen der deutschlandweit operiert und das gesamte Bundesgebiet abdeckt, da wir unterschiedliche Standorte haben. Außerdem war es uns wichtig, dass wir einen Experten als Kooperationspartner haben, dass heißt ein Unternehmen, bei dem der Fokus auf diesem Thema liegt und Experte sind bei dem was sie tun. Es war auch sehr charmant, dass viele Dinge, wie beispielsweise das Onlineportal in Kooperation mit Lehre und Forschung entwickelt wurden und dort der aktuelle Stand der Forschung abgebildet ist. Gerade das Onlineportal vom Deutschen Pflegering finde ich sehr gut, gerade da es so umfangreich ist und dadurch auch Hilfe zur Selbsthilfe bietet. Das fördert die Eigenständigkeit der Beschäftigten sich mit dem Thema auseinander zu setzen.“

Betriebliche Pflegelotsen spielen eine wichtige Rolle bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Durch den erhöhten Bedarf an Pflegeberatung besonders für Berufstätige werden in Unternehmen immer mehr betriebliche Pflegelotsen ausgebildet. Verschiedene soziale Institutionen bilden in Seminaren und Workshops vor allem Betriebsratsmitglieder, Beschäftigte der Personalabteilung oder andere interessierte Mitarbeiter als Pflegelotsen aus. Diese erhöhen die interne Pflegekompetenz und fungieren als Ansprechpartner bzw. Kontaktperson für pflegende Mitarbeiter. Diese geben keine umfangreiche Pflege- sondern eine kollegiale Erstberatung, welche zur ersten Orientierung in einer Pflegesituation dient. Ein Gespräch mit einem betrieblichen Pflegelotsen soll in erste Linie die betriebsinternen Angebote, welche zusätzlich zu den Rechtsgrundlagen bestehen, sowie regionale Beratungsstellen oder Pflegeeinrichtungen aufzeigen. Durch einen festen Ansprechpartner wird dem Thema Pflege ein Gesicht verliehen, womit die Unterstützungsmöglichkeit im Kopf der Belegschaft bleibt und aktiv von pflegenden Mitarbeitern genutzt wird. Pflegelotsen sind somit in einer Vermittlerrolle zwischen betroffenen Beschäftigten und der professionellen Pflegeberatung durch Eldercare-Anbieter.

Fachthema Pflegelotsen

Das Wichtigste bei der Pflege auf Distanz ist ein funktionierendes Netzwerk

Heutzutage ist die örtliche Mobilität Berufstätiger die Realität. Kinder verlassen zum Studieren und/oder Arbeiten den Wohnort der Eltern und lassen sich dort nieder. Auch die häufig nur befristeten Arbeitsverhältnisse zwingen zu einer örtlichen Flexibilität. Kommt innerhalb der Familie dann ein Pflegefall vor, stehen die Angehörigen vor einer großen Herausforderung, die Pflege auf Distanz zu bewältigen. Menschen, die Ihre Angehörigen auf Entfernung pflegen, bezeichnet man auch als sog. Distance Cargiver.
Zunächst sollte man sich ein umfassendes Bild über den Erkrankungszustand seines Angehörigen machen und herausfinden, in welchen Situationen im Alltag der Angehörige Unterstützung benötigt. Die Unterstützung kann z.B. in Form externer Anbieter (ambulanter Pflegedienst, Reinigungshilfe, Essen auf Rädern, etc.) erfolgen. Das A und O bei der Pflege auf Distanz ist ein funktionierendes Netzwerk zu schaffen, in dem Angehörige, Nachbarn vor Ort, Pflegedienstleister sowie alle sonstigen an der Pflege beteiligten Personen eingebunden sind. Zudem empfiehlt es sich, feste Zeiten zu vereinbaren, in denen ein gegenseitiger Austausch der beteiligten Personen stattfindet.

Fachthema Eldercare Distance Caregiver

Der Arbeitgeber nimmt bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege eine bedeutsame Rolle ein

Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeaufgaben stellt viele pflegende Angehörige vor eine große Herausforderung. Ein Pflegefall tritt in der Regel plötzlich ein, als Angehöriger ist man selber emotional betroffen und zudem mit einer Vielfalt an organisatorischen Aufgaben konfrontiert. In unserem Informationsmaterial haben wir die wichtigsten Punkte zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeaufgaben für Sie zusammengestellt.
Das Informationsmaterial „Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeaufgaben“ können Sie hier im PDF-Format herunterladen. pdf (5)
Auch Arbeitgeber können eine Menge dafür tun, Ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeaufgaben zu unterstützen. Ein Leitfaden für Arbeitgeber zeigt mögliche Handlungsfelder für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege im Unternehmen auf.
Die Checkliste Eldercare für Arbeitgeber können Sie hier im PDF-Format herunterladen. pdf (5)

Bei der Umsetzung eines Homecare-Eldercare Service empfiehlt sich zunächst eine Sensibilisierung aller Beschäftigten

Für die Umsetzung eines Homecare-Eldercare Service empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:
1. Für eine erste Sensibilisierung Ihrer Beschäftigten mit dem Thema Pflege können Sie Ihren Beschäftigte Vorträge zum Thema Pflege mit ausgewählten Fachreferenten anbieten (Gerne helfen wir Ihnen dazu weiter.)
2. Prüfen Sie, inwiefern die Rahmenbedingungen in Ihrem Unternehmen vorliegen, Ihren Beschäftigten flexible Arbeitszeitmodelle anzubieten (Nähere Informationen dazu erhalten Sie auf der Fachseite vom Kompetenzzentrum für Fachkräftesicherung.)
3. Formulieren Sie Ihre Anforderungen an einen Eldercare Service aus. Welche Art der Unterstützung wünschen Sie sich für Ihre Beschäftigten (Online, telefonisch oder Vorort?), wie hoch dürfen die Kosten dafür höchstens liegen?

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STIMMEN VON MITARBEITERN

„Bevor ich beim Deutschen Pflegering anrief, wusste ich gar nicht, was das Richtige für meine Großmutter ist. Nach dem Telefonat mit der Pflegeberaterin bin ich nun sicher, mit der ambulanten Pflege, die beste Unterstützung gefunden zu haben.“

Kerstin P., Nürnberg

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